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Mensch und Maschine machten es möglich

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Mensch und Maschine machten es möglich

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Chile im Freudentaumel: Mit der Rettung der Kumpel hat das Land Geschichte geschrieben. Noch nie waren Bergleute so lange unter Tage eingeschlossen.
Doch nicht nur die Technik, sondern vor allem der Überlebenswille der Männer hat die Zuschauer weltweit berührt: Mensch und Maschine arbeiteten Hand in Hand.

Möglich machten die Rettung zwei hochpräzise Bohrer: Der erste vom Typ Strata 950 musste nach etwa 300m Tiefe für Reparaturen gestoppt werden. Ein weiterer Bohrer vom Typ Schramm T-130 schaffte den Durchbruch zu den verschütteten Männern. Dann musste der Schacht in einem zweiten Schritt, genannt “Plan B”, für die Rettungskapsel von 30 auf etwa 70 Zentimeter erweitert werden.

Eine Zeit des Bangens, des Hoffens und des Zweifelns für die Kumpel, eingeschlossen auf engstem Raum. Mit vergleichbaren Situationen kennen sich die Weltraumexperten der NASA aus. Sie empfahlen: Viel Vitamin D, um das fehlende Tageslicht auszugleichen – ein ähnliches Phänomen bei Astronauten in einer Raumkapsel. Elektrische Lampen, die Tag und Nacht simulieren.) Und Gymnastik, um die Bergleute auf ihre Rettung vorzubereiten.

Eine passende Kapsel musste jedoch erst noch entwickelt werden: Durchmesser und Größe stellten die chilenischen Marine-Experten vor eine Herausforderung: Geschaffen wurde ein Metallzylinder von vier Meter Länge, mit einem Durchmesser von 53cm und einem Gewicht von 450kg. Fénix, so sein symbolträchtiger Name, brauchte 15 Minuten pro Fahrt. Maschine und Mensch – beide arbeiteten in Chile Hand in Hand.