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"Misión cumplida": Chilenische Kumpel wohlbehalten geborgen

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"Misión cumplida": Chilenische Kumpel wohlbehalten geborgen

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Mit der Bergung von Luis Urzúa ist die Rettungsaktion für die 33 in der chilenischen Gold- und Kupfermine San José eingeschlossenen Kumpel erfolgreich beendet worden. Der 54-jährige Schichtleiter wurde am Mittwochabend um 21.55 Ortszeit (Donnerstag, 02.55 Uhr MESZ) als letzter mit der Rettungskapsel aus über 600 Metern Tiefe wieder an die Oberfläche gebracht. 22 Stunden und 39 Minuten hatte die Bergung gedauert.

Fast genau 70 Tage waren die Kumpel unter Tage eingeschlossen gewesen. Wieder an der Erdoberfläche angekommen, wurden sie von ihren Rettern begeistert gefeiert und von Staatspräsident Sebastián Piñera begrüßt. Viele der geretteten Kumpel knieten nieder zu einem kurzem Gebet. Anschließend ging es weiter zu einer kurzen medizinischen Untersuchung. Die Geretteten bleiben jetzt noch zwei Tage im Krankenhaus von Copiapó zur Beobachtung, bevor sie zu ihren Familien zurückkehren können.

Präsident Piñera fasste die Begeisterung und den Stolz der Chilenen auf die Leistung der Rettungskräfte in Worte: “Dies war eine Nacht voller Emotionen, eine Nacht der Freude, und ich bin mir sicher, wir werden sie für immer im Herzen tragen. Chile ist nicht mehr das Land, das es noch vor 69 Tagen war. Die Bergleute sind auch nicht mehr die, die sie noch am 5.August waren. Sie sind gestärkt aus diesem Drama hervorgegangen und sie haben uns eine Lektion erteilt.”

Piñera kündigte ferner Maßnahmen an, um die Sicherheit in den Minen des Landes sowie die Arbeitsbedingungen der Bergleute zu verbessern.