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Nach Schlammwelle: Aluminiumwerk in Ungarn nimmt Betrieb wieder auf

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Nach Schlammwelle: Aluminiumwerk in Ungarn nimmt Betrieb wieder auf

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Das ungarische Aluminiumwerk, durch das ganze Landstriche mit giftigem Schlamm überschwemmt wurden, wird seinen Betrieb an diesem Freitag wieder aufnehmen. Unterdessen wurden Luftaufnahmen veröffenticht, die zeigen, dass das Auffangbecken mit dem Giftschlamm bereits im Juni – vier Monate vor dem Unglück – ein Leck hatte. Doch keinerlei Maßnahmen wurden damals dagegen ergriffen. Am 4. Oktober brach die Beckenwand schließlich und eine Million Kubikmeter giftiger Bauxitschlamm überflutete rund 40 Quadratkilometer Land, darunter auch die Ortschaft Kolontar. Neun Menschen starben, über hundert wurden verletzt.

Unterdessen wurde der Generaldirektor des Aluminium-Werks, Zoltan Bakonyi, auf freien Fuß gesetzt, da die Verdachtsmomente nicht für eine Untersuchunghaft ausreichten, so sein Anwalt.

Der Sprecher des Aluminiumwerks machte in einem Interview höhere Gewalt für das Unglück verantwortlich.