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Appelle zur "nationalen Aussöhnung" in Afghanistan

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Appelle zur "nationalen Aussöhnung" in Afghanistan

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In Afghanistan sind acht Nato-Soldaten getötet worden – fünf bei Bombenanschlägen, drei im Gefecht. Damit sind allein im laufenden Jahr 589 Ausländer in dem Konflikt umgekommen. Es ist das bisher weitaus mörderischste Jahr für die internationalen Truppen in neun Kriegsjahren.

Die internationale Schutztruppe ISAF will die Verantwortung für die Sicherheit im Land bis 2014 an die Afghanen übergeben.

Präsident Hamid Karsai hat den Hohen Friedensrat ins Leben gerufen, um die eskalierende Gewalt zu beenden.

Nach einem NATO-Treffen in Brüssel verteidigten US-Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Robert Gates diese Bemühungen um eine “nationale Aussöhnung”.

“Wir haben immer anerkannt, dass Aussöhnung letztlich ein Teil der Lösung sein muss,” sagte Gates. Und wir werden tun, was wir können, um diesen Prozess zu unterstützen”.

Hamid Karsai ist überzeugt, dass auch Vertreter der radikalislamischen Taliban-Aufständischen verhandeln werden.

Wo die Taliban Verhandlungsbereitschaft signalisierten, solle doch die NATO ihre kriegerischen Operationen einstellen, appellierten Vertreter des Hohen Friedensrats.

Der Ratsvorsitzende, Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani, erklärte, die Taliban hätten stets strenge Bedingungen gestellt, Gespräche aber nie generell ausgeschlossen.

Die Aufständischen hatten wissen lassen, vor einem Abzug der internationalen Truppen seien Gespräche “Zeitverschwendung”.