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Ausschreitungen bei Schülerstreik gegen Rentenreform

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Ausschreitungen bei Schülerstreik gegen Rentenreform

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Am dritten Protesttag in Folge gegen die Rentenreform der französischen Regierung haben sich erstmals tausende Schüler an den Demonstrationen beteiligt. Landesweit war fast jedes zehnte Gymnasium von Blockadeaktionen betroffen. In Paris lieferten sich streikende Schüler Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte zum Teil Gummigeschosse ein.

An einigen Tankstellen kam es zu Engpässen, weil zahlreiche Autofahrer aus Angst vor Benzinknappheit vorsorglich volltankten. Denn neben der Eisenbahn werden auch die Raffinerien bestreikt.

“Die Leute befürchten Engpässe, deswegen kommen sie alle tanken”, sagt ein Mann in Paris. “Das führt zu Nachschubproblemen. Hier gibt es schon kein Super mehr, nur noch Super Plus. Die Menschen treffen Vorsorge und stellen sich an, aber ich finde das etwas übertrieben.”

Die Regierung rief dazu auf, von Hamsterkäufen abzusehen, die Treibstoffvorräte reichten mindestens einen Monat lang. Laut Gewerkschaftsangaben lief gestern nur in zwei von zwölf Raffinerien der Betrieb normal.

Die vom Parlament bereits beschlossene Reform sieht vor, dass das Rentenmindestalter von 60 auf 62 Jahre angehoben wird. Die Beitragsdauer steigen von 40 auf 41,5 Jahre. Für diesen Samstag und den kommenden Dienstag haben die Gewerkschaften zu weiteren Protesttagen aufgerufen.