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Durchbruch beim Gotthardtunnel

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Durchbruch beim Gotthardtunnel

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Um 14.17 Uhr war es so weit: Die riesige Tunnelbohrmaschine “Sissi” fräste die letzten Meter Gestein weg und stieß durch. Damit ist nach fast 15-jähriger Bauzeit der Weg frei für den Gotthardtunnel. Er wird der längste der Welt, ab 2017 soll der meiste Güterverkehr durch die Alpen auf der Schiene auf diesem Weg transportiert werden. Die Strecke Zürich-Mailand wird dann nur noch zwei Stunden und 40 Minuten in Anspruch nehmen. Als erster Mensch stieg der Arbeiter Hubert Bär mit einer Holzfigur der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Tunnelbauer, durch die Maschine vom Süden in den Nordabschnitt. Sie soll an die acht Arbeiter erinnern, die bei den Bauarbeiten ums Leben gekommen sind. Die Durchschlagsstelle befindet sich in etwa 800 Metern Tiefe, 27 Kilometer vom Nordportal im Kanton Uri und 30 Kilometer vom Südportal im Tessin entfernt.