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Der Gotthard-Basistunnel

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Der Gotthard-Basistunnel

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Auf der Schiene von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Kann sich heute noch jemand vorstellen, dass die Schweiz die Europäische Union erst mühsam vom Nutzen dieses Jahrhundertprojektes überzeugen musste?

Nun wird der Gotthard-Basis-Tunnel Teil des europäischen Transportnetzes
Mehr als 23 Millionen Tonnen Gestein haben die Bauleute seit der ersten Sprengung vor mehr als 10 Jahren aus dem Berg geholt.

Dabei galt es 90 sogenannte “Problemzonen” zu bewältigen. Der Berg besteht nicht überall aus hartem Granit. Es gibt z.B. auch den wie Zucker zermalenen Dolomit, der sich mit Sickerwasser zu einem Brei vermengt.

Der mit 57 Kilometern nun weltlängste Tunnel liegt bis zu 2.000 Metern unter dem Berg.
Die Eisenbahnfahrt von Zürich nach Mailand wird so um eine Stunde verkürzt. Man rechnet mit 300 Zügen pro Tag – für den Personen- wie für den Frachtverkehr.

Bis die Züge voraussichtlich 2016 rollen, haben die rund 2.000 Arbeiter fünfmal soviel Gestein bewegt, wie in der berühmten Cheops-Pyramide steckt.
8 Arbeiter kamen beim Bau ums Leben.

Gebaut wird ein Zwei-Röhren-Tunnel mit entsprechenden Verbindungestrecken.
Das heisst, für 57 km Eisenbahnstrecke durch den Berg in beide Richtungen müssen insgesamt 152 km Tunnel gebohrt werden.

Dieses Herzstück des transalpinen Einsenbahnverkehrs kostet 7,5 Milliarden euro.
Bauherr ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen.
Bis aber hier die Züge rollen können, müssen noch fast 230 Kilometer Schienen verlegt werden.
Dabei haben die Bauleute bisher alle Zieldaten unterboten.

Die Bauarbeiten liegen gut im Plan. Die ersten Züge könnten möglicherweise schon 2016 rollen, ein Jahr eher als ursprünglich vorgesehen.

Im Gotthard-Massiv gibt es seit 1882 eine Tunnelröhre für die Eisenbahn, seit 1980 dazu einen Straßentunnel.