Eilmeldung

Eilmeldung

UN: Weitere Vergewaltigungen im Kongo

Sie lesen gerade:

UN: Weitere Vergewaltigungen im Kongo

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kongo leidet die Bevölkerung unter Übergriffen der Armee des Landes – so die UN Sondergesandte gegen sexuelle Gewalt in Konfliktregionen Margot Wallström. Nur wenige Monate nach den tagelangen Massenvergewaltigungen an hunderten Frauen und Kindern durch Rebellentruppen gebe es nun Hinweise, dass es in der Region wieder Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen gebe, allerdings durch reguläre Truppen. Wallström forderte die Regierung des Kongo auf, diesen Vorwürfen “unverzüglich” nachzugehen.

Ein völlig verstörtes Opfer habe gesagt, eine Frau sei weniger wert als eine tote Ratte, sagte Wallström. Im Krieg seien Frauen ganz unten in der Hackordnung.

Die Übergriffe ereigneten sich im Osten des Landes, die betroffenen Dörfer waren nur rund 30 Kilometer von einem Posten von UN-Soldaten entfernt. Aus Angst vor Racheakten wagten die Bewohner aber nicht, die Soldaten zu informieren.
Die UN-Truppen konnten vor kurzem einen Milizenführer festnehmen. Sadoke Mayele soll die Vergewaltigungen im August organisiert haben.