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Welternährung: Der Hunger ist nicht vom Tisch

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Welternährung: Der Hunger ist nicht vom Tisch

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Welternährungstag – wenn es nur darum ginge, gäbe es ihn vermutlich nicht. Für 925 Millionen Menschen ist der 16. Oktober ein Hungertag – wie jeder andere auch.

Zum erstenmal seit 15 Jahren hat die
UN-Organisation für Ernährung und
Landwirtschaft (FAO) etwas weniger Hungernde gezählt als vor einem Jahr – kein Grund zur Entwarnung, so die FAO. Denn zwei Drittel der Länder in Not lägen konzentriert – in Afrika.

Schauspielerin Susan Sarandon:

“Ich war in Indien und Tansania als UNO-
Botschafterin des guten Willens und habe dort Mütter gesehen, die Stunden über Stunden warteten, um ärztliche Hilfe und Lebensmittel zu bekommen. Diese Bilder verfolgen mich. Dasselbe kürzlich in Haiti. Deshalb versuchen wir, die Menschen aufzurütteln.”

Der deutsche Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel kritisierte die Spekulation mit Nahrungsmitteln und das massive Aufkaufen von Anbauflächen, das sogenannte “Landgrabbing”.

Für Kollegin Ilse Aigner vom Agrarressort ist das Recht auf Nahrung weltweit immer noch das am meisten verletzte Menschenrecht.