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Der Protest in Frankreich geht weiter

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Der Protest in Frankreich geht weiter

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Bei dem heutigen fünften Aktionstag in Frankreich gegen die geplante Rentenreform gab es weniger Demonstranten als bei den vorigen Protesten.

Nach Angaben des Innenministeriums gingen heute landesweit 800 000 Menschen auf die Straße, die Gewerkschaften sprechen von drei Millionen.

“Tous ensemble” – alle zusammen zogen Arbeitnehmer, Gewerkschaftler, Rentner aber auch zahlreiche Schüler und Stunden durch die Straßen.

Für den Chef der Gewerkschaft Force ouvrière bleibt der Wille zum Streik ungebrochen:

“So viele Demonstrationen hat es noch nie gegeben und trotzdem rührt sich die Regierung nicht. Also müssen wir noch ein Stück weiter gehen. Sollte es eine totale Blockade geben, dann ist die Regierung daran schuld.”

Viel Zeit zum Aufstand bleibt jedoch nicht. Kommenden Mittwoch soll die Reform durch den Senat gehen. Ende Oktober dann endgültig verabschiedet werden. Sie sieht unter anderem eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit vor. 62 statt 60 Jahre sollen die Franzosen künftig arbeiten, um eine volle Rente zu bekommen, obwohl
Präsident Nicolas Sarkozy versprochen hatte, die
Rente mit 60 nicht anzutasten.

Der Protest richtet sich aber auch allgemein gegen die Politik der französischen Regierung. Die massive Abschiebung von Roma in ihre Heimatländer etwa hatte nicht nur in Frankreich für Empörung gesorgt.