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Kerosin-Knappheit in Paris abgewendet

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Kerosin-Knappheit in Paris abgewendet

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Trotz der anhaltenden Proteste will Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy an der Rentenreform festhalten. Sein Arbeitsminister Eric Woerth sagte, die Reform müsse besser erklärt werden, sie sei aber unumgänglich. Als Brandstifter bezeichnete Woerth die sozialdemokratische Opposition. Cecile Duflot, eine Vertreterin der Grünen kontert: Die Regierung sei der Brandstifter. Sie zünde die Lunte an, indem sie mit Gewalt eine ungerechte Reform durchdrücke, auch, in dem sie brutal mit der Nationalversammlung umgehe. Das berge große Risiken.

An der Tanksäule spürten einige Autofahrer die Auswirkungen des Streiks, der nun in seinen sechsten Tag geht. In allen Raffinerien des Landes ruht die Arbeiten. Mancherorts wurde das Benzin knapp. Laut Regierung gibt es aber Vorräte für einen Monat.

Weil Demonstranten auch eine Kerosin-Pipeline blockierten, drohten Engpässe am Pariser Drehkreuz Charles de Gaulle. Nach Angaben der französischen Flugsicherung wurde die Leitung inzwischen wieder freigegeben. Nun soll das Kerosin noch eine knappe Woche reichen. Denn vorerst werden die Raffinerien weiter bestreikt. Das Anhalten und Wiederaufnehmen der Produktion dauert jeweils mehrere Tage.