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Merkel erklärt Multikulti für gescheitert

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Merkel erklärt Multikulti für gescheitert

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“Multikulti” ist nach Ansicht von Angela Merkel gescheitert. Von Migranten müsse mehr gefordert werden, sagte die deutsche Kanzlerin auf dem Parteitag der Jungen Union, der Jugendorganisation ihrer Partei. Sie stellte sich damit hinter den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der gefordert hatte, die Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen zu begrenzen.

“Natürlich ist der Ansatz zu sagen, wir machen hier so Multikulti und leben einander her und freuen uns über einander, dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert”, sagte Merkel. Und trotz eines Versprechers fügte sie an, Deutschland müsse für Zuwanderer attraktiv bleiben: “Wir dürfen auch kein Land sein, dass nach außen den Eindruck vermeidet, jeder der nicht sofort Deutsch spricht und mit Deutsch als Muttersprache auufgewachsen ist, ist uns hier nicht willkommen. Das wird unserem Land sehr starkt schaden.”

Die Regierung will härter gegen Migranten vorgehen, die sich nicht integrieren möchten und etwa verpflichtende Integrationskurse nicht besuchen. Gleichzeitig wirbt die Industrie für mehr Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland, davon fehlten der deutschen Wirtschaft rund 400 000, warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann.

Nach Angaben der deutschen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen seien im vergangenen Jahr gerade einmal 600 Fachkräfte nach Deutschland gekommen.