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Tödliches Minenunglück in China

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Tödliches Minenunglück in China

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Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlegrube hat sich die Zahl der Opfer auf 26 erhöht. Weitere 11 versuchen die Rettungsmannschaften zu erreichen, sie sind bis zu 80 Meter unter Tage. Einem Experten zufolge verstopfen 2500 Tonnen Kohlestaub den Zugang. Die Rettungsarbeiten werden so behindert, die Zufuhr von Frischluft blockiert. In dem Bergwerk in der zentralchinesischen Provinz Henan hatte es erst vor zwei Monaten einen Unfall mit 23 Toten gegeben.

“Unsere politischen Verantwortlichen schenken den Minenunglücken nur wenig Aufmerksamkeit”, sagt der Wissenschafter Hu Xingdou, Professor am Beijing Institute of Technology, “es gibt noch immer kein Gefühl dafür, dass es zuerst um die Menschen gehen, dass das Leben Priorität haben muss. Denen geht es darum, dass das Bruttoinlandsprodukt steigt und die Wirtschaft wächst.”

Dagegen regt sich Wut. Vor drei Jahren randalierten Angehörige von Verschütteten beim Minenbetreiber. Vergebens. Die Kumpel starben. Jedes Jahr trifft dieses Schicksal 12.000 Bergleute. Jeder vierte stirbt offiziellen Angaben zufolge in China. Zwar wurden die Sicherheitsvorkehrungen etwas verschärft. Oft aber werden sie missachtet.