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Afghanistan-Gespräche in Rom begonnen

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Afghanistan-Gespräche in Rom begonnen

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In Rom beraten hochkarätige Vertreter der US-Regierung, der UNO und der NATO über die Zukunft Afghanistans. An dem Treffen der internationalen Kontaktgruppe nehmen auch der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan, David Petraeus, der US-Sondergesandte Richard Holbrooke und der afghanische Außenminister Salmai Rassul teil. Viele islamische Länder sitzen mit am Tisch, zum ersten Mal auch der Iran. Die Gespräche sollen unter anderem den NATO-Gipfel im November in Lissabon vorbereiten.

Auf Einladung des italienischen Außenministers Franco Frattini soll der Weg erörtert werden, “den Afghanen die Kontrolle über ihr Land zurückzugeben”. Soll heißen, wie kann das Land aus eigener Kraft – und mit Hilfe seiner Nachbarn – stabil werden.

Im Süden und Südwesten Afghanistans kamen in der Nacht zwölf Menschen bei Zusammenstößen und Übergriffen zu Tode – darunter acht Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes.

Wegen der Anti-Taliban-Offensive sei auch die Sicherheit ausländischer Soldaten in Afghanistan stärker gefährdet, warnte der UN-Vertreter in Kabul, Staffan de Mistura.

Der Prozess der Machtübergabe an die Afghanen soll 2011 starten und, wenn möglich, bis 2014 abgeschlossen sein, so das Ziel der Kabul-Konferenz vom Juli.