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Chile: Freude und Wut im Camp der Hoffnung

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Chile: Freude und Wut im Camp der Hoffnung

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In Chile kehren immer mehr der geretteten Bergarbeiter an den Ort ihres Schicksals zurück.
Sie besichtigen das Camp der Hoffnung, dort, wo ihre Angehörigen 69 Tage lang auf sie gewartet hatten. Zahlreiche Menschen waren vor Ort, um die neuen Helden Chiles zu feiern. Doch es war auch Zeit für Besinnung. In einem Zelt neben der Mine und abseits der Presse wurde ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten.
Die Geretteten dankten Gott für ihre Befreiung. Anschließend baten sie die zahlreichen Journalisten um Respekt.

Die Aufmerksamkeit der Journalisten versuchten Angstellte der Betreiber der Unglücksmine zu erlangen. Sie bangen um ihre Zukunft. Die Firma San Esteban steht vor dem Bankrott und droht mit Entlassungen.

“Wir gehen hier nicht eher weg, als bis sie uns unsere Abfindungen gezahlt haben. Das sollten sie bald tun, denn wir bleiben hier.”

Doch für das Schicksal der 300 Angestellten interessiert sich derzeit keiner. Erst werden die 33 Geretteten gefeiert. Denn sie wurden nicht nur zum Symbol der Hoffnung, sondern brachten Chile auch endlich wieder internationale Aufmerksamkeit.