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Proteste in Frankreich eskalieren: Festnahmen und brennende Autos

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Proteste in Frankreich eskalieren: Festnahmen und brennende Autos

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Bei den Schüler- und Studentenprotesten gegen die Rentenreform der französischen Regierung ist es in mehreren Städten erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Ein Großteil der Demonstrationen verlief friedlich. Doch offenbar hatten sich mancherorts Randalierer und Provokateure unter die Protestierenden gemischt.

In Lyon wurden mehrere Autos verbrannt, die Innenstadt wurde abgesperrt. Randalierende Jugendliche warfen Steine und andere Gegenstände auf die Polizisten, diese setzten Tränengas ein. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen, Informationen über Verletzte gab es zunächst nicht.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Beginn der Proteste mehr als 1100 Randalierer festgenommen, an diesem Dienstagmorgen allein 160. In Lyon zogen Gruppen von Jugendlichen durch die Fußgängerzone und warfen die Scheiben von Geschäften und Banken ein. Mindestens fünf Autos brannten aus, 30 wurden umgestürzt.

Am Vormittag kam es auch in Nanterre bei Paris zu Ausschreitungen. Gut 200 Schüler standen 50 Polizisten gegenüber. Die Jugendlichen warfen mit Steinen, auch hier setzte die Polizei Tränengas ein. Bereits am Montag hatten Jugendliche in mehreren Städten des Landes randaliert und Autos angezündet.