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Russland will sich an NATO-Raketenschirm beteiligen

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Russland will sich an NATO-Raketenschirm beteiligen

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Beim französisch-deutsch-russischen Dreiergipfel im nordfranzösischen Badeort Deauville hat Russland seine Bereitschaft angedeutet, am NATO-Raketenschirm mitzuarbeiten. Der russische Präsident Dmitri Medwedew nahm die Einladung zum nächsten NATO-Russland-Rat an.
 
“Ich möchte hier bekanntgeben, dass ich am NATO-Russland-Rat am 20. November in Lissabon teilnehmen werde. Ich glaube, dies wird es ermöglichen, die erforderlichen Kompromisse zu finden, und den Dialog zwischen der Russischen Föderation und der NATO zu entwickeln”, erklärte Medwedew am Dienstag auf der Abschluß-Pressekonferenz in Deauville.
 
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich für einen zügigen Abschluss des Europa-Russland-Abkommens aus. Es müsse schrittweise eine Sicherheitsarchitektur aufgebaut werden, um auf Konflikte reagieren zu können. Der russische Präsident wirbt seit Sommer 2008 für eine umfassende Sicherheitsstruktur von Wladiwostok bis Vancouver.
 
In der Frage des NATO-Raketenschirms versicherten Frankreich und Deutschland Moskau erneut, dass sich das neue Abwehrsystem, dessen erste Komponenten in Tschechien stationiert wurden, gegen Staaten wie den Iran, nicht aber gegen Russland richtet. Moskau hingegen befürchtet, dass es auch zu einer Verminderung der nuklearen Abschreckung Russland führen wird.