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"Stadtguerilla" bei Rentenprotesten

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"Stadtguerilla" bei Rentenprotesten

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Am Rande der Schülerdemonstrationen in Frankreich gegen die Rentenreform kam es am Dienstag ereut zu schweren Ausschreitungen. In mehreren Orten wurden Kraftfahrzeuge und Mülleimer in Brand gesetzt, Schaufenster zertrümmert. In Nanterre bewarfen Jugendliche die Polizei mit Steinen. In Le Mans wurde ein Schulgebäude niedergebrannt. In Lyon wurden Geschäfte geplündert. Die Polizei ging gegen die Randalierer mit Tränengas vor. Mehr als 100 Jugendliche wurden verhaftet.

Nach Angaben des Erziehungsministerium wird nur an rund 9 % der Gymnasien der Unterricht durch Protestierende gestört.

“Man muß unterscheiden zwischen denen, die diskutieren wollen und denen, die zerstören wollen. Wir wollen diskutieren, deshalb haben wir den Sit-In organisiert. Wir wollen diskutieren, verhandeln und einen Kompromiss mit der Regierung erzielen”, meinte ein Jugendicher.

Während Vertreter der Staatsgewalt vom “Auftritt einer Stadtguerilla” sprachen, begründete ein Randalierer die Ausschreitungen mit den Worten “Wir sitzen alle im gleichen Boot und kämpfen gegen die soziale Ungerechtigkeit.”