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Teheran unterstützt irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki

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Die Führung in Teheran ist offenbar gewillt, eine von religiösen Schiiten dominierte Regierung in Bagdad zu unterstützen. Der amtierende irakische Regierungschef Nuri al-Maliki kam in der iranischen Hauptstadt mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad sowie mit dem Obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, zusammen. Zuvor hatte Al-Maliki Unterstützung in den Nachbarländern Syrien und Jordanien gesucht. Sieben Monate nach der Parlamentswahl hat Al-Maliki, der weitere vier Jahre Ministerpräsident bleiben will, noch keine Mehrheit für eine Regierungsbildung. Der radikale schiitische Geistliche Muktada al-Sadr, der den Iran zu seiner Wahlheimat gemacht hat, ist seit kurzem auf der Seite Al-Malikis. In Bagdad formiert sich unterdessen unter dem früheren Übergangs-Regierungschef Ijad Allawi ein zweiter Block. Allawis weltliches Bündnis will verhindern, dass Al-Maliki Regierungschef bleibt. In den USA und in den arabischen Ländern herrscht Sorge über den zunehmenden Einfluss Teherans in der Region.