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Wie die Renten in Europa retten?

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Wie die Renten in Europa retten?

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In Europa stehen sichere Renten vor einer demographischen Herausforderung. Mit der höheren Lebenserwartung verlängert sich auch die Zahl der Rentenjahre. Damit wächst der Druck auf die Beitragszahler.

Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr, das Problem stellt sich in allen Industrieländern. Allerdings geht Europa mit dem Thema nicht einheitlich um. Innerhalb der EU weicht das Renteneinstiegsalter von einander ab:

Männer haben frühestens mit 62 und spätestens mit 65 Jahren das Mindestalter für eine volle Rente erreicht; bei Frauen ist das frühestens mit 60 und spätestens mit 65 Jahren der Fall – je nachdem, wo in Europa sie leben.

Um das Milliardenloch in der Rentenkasse zu stopfen, will auch die Regierung in Paris Franzosen länger Beiträge zahlen lassen. In anderen Länder ist der Schritt bereits vollzogen.

Bis 2023 müssen Franzosen voraussichtlich 41,5 statt wie bisher 40,5 Jahre in die Rentenkasse einzahlen, um früher die volle Rente zu bekommen.
Die Systeme in den Ländern sind nicht vergleichbar, aber die Tendenz wird deutlich: Es muss länger eingezahlt werden.

Um das Milliardenloch in Frankreich zu stopfen, sollen höhere Einkommen stärker besteuert werden.
Das französische Rentensystem ist derzeit mit rund 32 Milliarden Euro in den Miesen. In den nächsten zehn Jahren soll das Defizit Schätzungen zufolge auf 45 Milliarden Euro steigen.