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Al-Maliki sucht Unterstützung für zweite Amtszeit

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Al-Maliki sucht Unterstützung für zweite Amtszeit

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Der amtierende irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat seine Reise durch die Nachbarstaaten fortgesetzt. Von ihnen erhofft er sich Unterstützung für eine weitere Amtszeit. Von der Führung in Ägypten gab es allerdings wenig Rückendeckung. Sie unterstützt eher den säkularen Wahlgewinner Ijad Allawi.

Bereits am Montag traf al-Maliki in Teheran Vertreter des radikalen irakischen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr, der vom Iran unterstützt wird. Al-Maliki besuchte außerdem Syrien und Jordanien.

Seit den Parlamentswahlen vom 7. März ist der Irak ohne Regierung. Al-Malikis Partei war mit 89 von 325 Sitzen nur zweitstärkste Kraft geworden. Inzwischen soll der säkulare Schiit Allawi – dessen Partei 91 und damit die meisten Mandate errang – eine Allianz gegen al-Maliki geschmiedet haben. Als Zünglein an der Waage gelten die Kurdenparteien.

Unterdessen füllt weiter Gewalt das Machtvakuum. Am Dienstagabend kam bei einem Anschlag auf den Konvoi des UN-Sonderbeauftragten im Irak, Ad Melkert, ein Sicherheitsbeamter ums Leben, drei weitere wurden verletzt.