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Französische Regierung lässt das Benzin fließen

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Französische Regierung lässt das Benzin fließen

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In Frankreich haben die Behörden am Mittwoch damit begonnen, die Versorgung mit Treibstoff sicherzustellen und Blockaden von Raffinerien und Treibstofflagern aufzuheben. Am Dienstag hatte sich die Versorgungslage verschärft. An gut einem Drittel aller Tankstellen war mindestens eine Benzinsorte nicht mehr vorrätig. Ziel der Gewerkschaften ist es, den durch die Streiks im Bahnverkehr ohnehin beeinträchtigen Verkehr möglichst vollständig zum Erliegen zu bringen. Dies will die Regierung verhindern und ist entschlossen, dazu auch die strategischen Ölreserven einzusetzen.

“Die Regierung hat dafür zu sorgen, dass unser Staat normal funktioniert. Niemand hat das Recht das ganze Land in Geiselhaft zu nehmen, seine Wirtschaft und die Arbeitsplätze. – Deshalb werden wir damit fortfahren, Demonstranten zu entfernen, die Treibstoffdepots blockieren. Auch werden wir Maßnahmen umsetzen, um das Benzin zu den Tankstellen zu bringen”, sagte Ministerpräsident François Fillon in einer Regierungserklärung in der Nationalversammlung.

Am Dienstag hatten über eine Million Franzosen zumeist friedlich gegen die Rentenreform demonstriert, auch für den Mittwoch sind weitere Protestaktionen vorgesehen. Am Rande von Schülerdemonstrationen kam es dabei zu schweren Ausschreitungen. In Lyon wurden Geschäfte geplündert.