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Ohne Schmäh - in Österreich kämpfen Unis ums Überleben

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Ohne Schmäh - in Österreich kämpfen Unis ums Überleben

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In Österreich kämpfen Studenten, Hochschullehrer und Rektoren um mehr Geld. Allein in Wien gingen in den letzten Tagen rund 15.000 Menschen auf die Strasse, schätzt die Polizei – in Salzburg und Graz jeweils 5.000. Die Finanzen aller Universitäten sollen ab 2013 eingefroren werden, dann fehlen nach deren Schätzung 300 Millionen Euro pro Jahr in der Hochschulausbildung.

Der Medizinstudent Lars Reich:

“Zu wenig Geld heißt ganz einfach weniger Studenten, weniger qualifizierte Mediziner und das fällt auf die Bevölkerung zurück.”

Rektoren warnen vor großangelegten Entlassungen. Dabei gehe es um die Existenz ganzer Universitäten, so der Rektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger. Mögliche Folge laut Uni Wien: Bestimmte medizinische Behandlungen könnten in Österreich bald nicht mehr angeboten werden.

Peter Skalicky, Rektor der Universität Wien:

“Wenn uns das Geld ausgeht, fallen wir im Ranking noch weiter zurück. Dann sind wir nicht einmal mehr Durchschnitt. Und letzten Ende müssen wir Ausbildungsgänge schließen.”

Im internationalen Vergleich liegt Österreich mit seinen Hochschulausgaben unter dem Schnitt: Die OECD-Staaten geben durchschnittlich 1,5 Prozent ihres BIP dafür aus (Zahlen für das Jahr 2007), in Österreich nur 1,3 Prozent.

Die Uni Wien, ehemals Elite-Bildungsstätte, rangiert in vielen jüngeren internationalen Rankings unter “ferner liefen”.