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Straßburg: Mutterschutz auf 20 Wochen anheben

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Straßburg: Mutterschutz auf 20 Wochen anheben

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Viele Frauen in Europa können vielleicht auf eine längere Babypause hoffen: Das EU-Parlament in Straßburg einigte sich an diesem Mittwoch auf einen Mutterschutz von mindestens 20 Wochen – statt wie bisher 14 Wochen bei vollem Lohnausgleich.

Die Abgeordneten stimmten außerdem für einen vierzehntägigen Vaterschaftsurlaub, der aber nicht verpflichtend sein soll. Dass das Vorhaben umgesetzt wird, ist jedoch nicht gewiss: Es muss noch den EU-Rat passieren, und dort wird mit Gegenwind aus Paris, Wien und Berlin gerechnet.
Eine Verlängerung würde Frankreich beispielsweise 1,3 Milliarden Euro pro Jahr kosten, so die Schätzungen.

Frauen in Deutschland, Schweden und Malta bekommen derzeit einen 14-wöchigen Mutterschutz garantiert – und bilden damit das Schlusslicht in der EU. Insgesamt gibt es in 18 Mitgliedsstaaten einen Mutterschutz, der unterhalb von 20 Wochen liegt.

In der Gesetzesvorlage ist auch das Verbot enthalten, schwangere Angestellte zu entlassen – es soll vom Anfang der Schwangerschaft bis zu sechs Monate nach Ende des Mutterschutzes gelten.
Nach der Babypause sollten Frauen auch das Recht haben, einen gleichwertigen Job wie vor ihrer Schwangerschaft zu bekommen. Von einer Einigung könnten frühestens werdende Mütter im kommenden Jahr profitieren.