Eilmeldung

China wächst weiter, allerdings langsamer als bisher. Nach dem Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme legte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um nur mehr 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Im ersten Quartal 2010 war die Wirtschaft noch um fast 12 Prozent gewachsen, im zweiten immerhin noch um 10,3 Prozent. Die Verlangsamung ist im Interesse der Regierung: Sie will die Wirtschaft wieder auf ein natürliches Wachstum zurückführen. Und, wie ein Sprecher des nationalen Statistikamts erklärte, bewegten sich die Vergleichszahlen des Vorjahres auf relativ hohem Niveau.

Gleichzeitig stieg die Inflation im September auf 3,6 Prozent, nach 3,5 Prozent im August. Damit liegt sie über die Zielvorgabe der chinesischen Notenbank, die ein Jahresmittel von drei Prozent anstrebt. Fraglich ist auch, wie sich die neuen Zahlen auf den Yuan auswirken: Im Juni hatte Peking eine schrittweise Aufwertung zugelassen – und inzwischen klagt eine große Mehrheit der chinesischen Exporteure über Auftragsrückgänge. Manche Experten befürchten, dass China angesichts des langsameren Wachstums den Kursanstieg der Währung erneut drosseln könnte.