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Frankreichs Gewerkschaften geben nicht nach

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Frankreichs Gewerkschaften geben nicht nach

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In Frankreich gehen die Proteste gegen die Rente mit 62 weiter. Auf den Straßen ging es aber wieder friedlicher zu. Dennoch kam es in Lyon wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte erneut Tränengas ein. In Lyon versprach der Innenminister bei einer Stippvisite Ladenbesitzern, deren Geschäfte demoliert und geplündert wurden, Entschädigung. Im ganzen Land nahm die Polizei binnen einer Woche mehr als 1400 Randalierer fest.

An mehreren Flughäfen behinderten Demonstranten vorübergehend den Verkehr. Am zweitgrößten Pariser Flughafen Orly wurde jede vierte Verbindung gestrichen. Eine der fünf großen Gewerkschaften, die CFE-CGC, rief ihre Mitglieder auf, über neue Formen des Streiks nachzudenken – aus Furcht, die Sympathien der Franzosen könnten schwinden.

Demonstrationen auch vor dem Pariser Senat. Dort soll nach dem Willen der Regierung am heutigen Donnerstag die Reform verabschiedet werden. Kernstück ist die schrittweise Anhebung des Rentenmindestalters um zwei Jahre. Noch immer aber stapeln sich im Senat die Änderungsanträge.