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Frankreichs Regierung räumt Treibstoffdepots

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Frankreichs Regierung räumt Treibstoffdepots

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Die französische Regierung ist entschlossen. Sie will Autofahrer und Industrie mit Sprit versorgen. Mit Polizeigewalt hat sie Treibstoffdepots räumen lassen. Allerdings werde es noch Tage dauern, bis die Lage wieder normal sei, warnte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde.

Mehr als jede vierte Tankstelle wartete am Mittwoch auf Nachschub, in Zahlen sind das mehr als 3000 von gut 12 000. Von den 12 Raffinerien des Landes läuft eine einzige und auch das nur auf Minimalbetrieb. Doch die Regierung beruhigt, die knapp 220 Treipstoffdepots seien voll. 21 von ihnen hat die Polizei seit vergangenen Freitag freigeräumt, 4 waren am Mittwoch noch blockiert.

Die Nachschublieferungen seien das Problem, so Wirtschaftsministerin Lagarde, Vorräte gebe es genug. Doch wie lange noch? Nahe Marseille wird weiter der größte Ölhafen bestreikt, Dutzende Schiffe können nicht einlaufen. Ein ähnliches Bild in Le Havre im Norden.

In der Mittelmeermetropole selbst lies der Präfekt den Zivilschutz Abfälle einsammeln, weil die Müllabfuhr seit Tagen die Arbeit ruhen lässt. Die Wirtschaftsministerin appellierte an die Streikenden, an Frankreichs Image im Ausland zu denken. An diesem Donnerstag wollen die Gewerkschaften wieder darüber abstimmen, ob sie weiter streiken.