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Gewerkschaften in Frankreich blockieren Flughäfen


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Gewerkschaften in Frankreich blockieren Flughäfen

In Frankreich haben die Gewerkschaften erneut zu massiven Streiks aufgerufen. Heute Abend wollen sie über ihr weiteres Vorgehen gegen die von Präsident Nicolas Sarkozy geplante Rentenreform beraten. Ungeachtet der Drohung des Präsidenten, hart durchzugreifen, gingen die Proteste weiter. In Marseille, blockierten Demonstranten wichtige Verkehrswege. Wo immer die Polizei sie vertrieb, zogen sie an eine andere Stelle weiter.

“Wir sind nicht hier um uns zu prügeln oder verletzt zu werden. Es sind auch Frauen und Kinder dabei. Wir ziehen friedlich weiter. Wenn die woanders hingehen, tun wir das auch,” sagte ein Demonstrant. Das Katz-und Maus-Spiel gehe also weiter, bis Sarkozy die Franzosen respektiere, so der Gewerkschafter weiter. Am Morgen blockierten Demonstranten den Zugang zum Flughafen von Marseille. Reisende mussten ihre Autos stehen lassen und sich zu Fuß zum Terminal durchschlagen. Die betroffenen Fluggäste reagierten verärgert: “Sie werden ihre Gründe haben, aber mir passt das gar nicht. Ich muss meinen Flieger erreichen und bin in mehr als eine Stunde nur einen Kilometer weiter gekommen,” beschwerte sich eine Reisende.

Frühestens am morgigen Freitag will der Senat endgültig über die unpopuläre Reform abstimmen. vergangene Nacht einigte man sich noch eilends auf eine kleine Kompromissklausel, die eine Hintertür für Nachverhandlungen offen lässt. Die – so die Hoffnung der Regierung – soll einige Gewerkschaften besänftigen.

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