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Goldrausch tötet Kinder in Nigeria

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Goldrausch tötet Kinder in Nigeria

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Wegen des illegalen Abbaus von Gold sind in den vergangenen sechs Monaten in Nigeria mehr als 400 Kinder an einer Bleivergiftung gestorben. Stark bleihaltiges Erz wird von den Goldgräbern in den Dörfern zermahlen. Dabei wird der hochgiftige Bleistaub freigesetzt. Betroffen sind sechs Dörfer im Bundesstaat Zamfara am Südrand der Sahara. Regenfälle haben das Problem noch verschärft.

„In den kommenden Monaten können wir mehr Todesfälle durch Cholera erwarten. Wenn wir nicht handeln wird es weitere Bleivergiftungen geben“, warnt Natalie Thurtle von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“.

Die westlichen Hilfsorganisationen sind in der Gegend nicht gerne gesehen. Die Bevölkerung befürchtet, dass das öffentliche Interesse dazu führt, dass man ihnen den Goldbergbau verbietet. Der ist von erheblichen wirtschaftlichem Interesse für sie: ein Goldsucher kann mit zwei Stunden Goldschürfen mehr Geld verdienen als ein Bauer in zwei Monaten.