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Krawalle in Lyon

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Krawalle in Lyon

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Das südostfranzösische Lyon – eigentlich bekannt für Gourmetküche und feine Lebensart – ist heute erneut Schauplatz von Krawallen gewesen. Hunderte Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Erst gestern hatten randalierende Schüler dort Autos und Mülltonnen angezündet und Geschäfte geplündert. Die Polizei sprach von urbanen Guerilla-Kämpfen.

Präsident Nicholas Sarkozy war sichtlich empört: “Die Randalierer werden in einer Demokratie nicht das letzte Wort behalten. Sie haben nichts mit denen gemeinsam, die redlich demonstrieren. Das sollte man nicht verwechseln. Was hier geschieht, ist inakzeptabel, man wird sie verhaften und bestrafen.”

Anders als bei den Unruhen in den Pariser Vororten 2005 beteiligten sich an den Lyoner Krawallen Schüler aus gutbürgerlichen Verhältnissen, Gymnasiasten und Jugendliche ohne Vorstrafen.

Die Polizei nahm rund 30 Randalierer fest.
Bereits heute Vormittag kam es zu ersten Gerichtsverhandlungen. Unter den Angeklagten war auch eine junge Frau. Sie wurde in einem Eilverfahren wegen Anzündens von Müllcontainern zu sechs Monaten Haft verurteilt.