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Frankreich: Proteste gegen Rentenreform dauern an

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Frankreich: Proteste gegen Rentenreform dauern an

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Demonstrationen, Streiks, Blockaden, Aufruhr – ganz Frankreich übt den Aufstand gegen die von Nicholas Sarkozy geplante Rentenreform. Während die Regierung das Programm möglichst morgen schon beschließen will, wollen die Gewerkschaften weitere Aktionen ansetzen. Das Kräftemessen geht weiter. In der Hauptstadt Paris organisierten auch Schüler- und Studentenvertretungen Protestmärsche, an Unterricht war nicht zu denken. Tausende gingen dort und in anderen Städten Frankreichs auf die Straßen. “Wir werden noch länger schuften müssen. Die Alten werden länger arbeiten und wir werden entsprechend länger brauchen, einen Job zu finden,” beschwerte sich ein junger Demonstrant.

Eine ältere Dame meinte:“Der Wir brauchen eine Reform, aber diese ist ungerecht, sie muss geändert werden. Sie wurde weder diskutiert noch befürwortet. Die sagen uns, wir sollen länger arbeiten, aber die Firmen setzen uns doch mit 55 auf die Straße.”

Frankreich ist im Ausnahmezustand, doch Präsident Nicolas Sarkozy setzt auf eine harte Linie. Er warf den Streikenden vor, die Wirtschaft des Landes als Geisel zu nehmen. Frankreich könne nicht das einzige Land auf der Welt sein, in dem eine Minderheit wegen einer Reform alle anderen blockiere, so der Präsident weiter.