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Frankreich: Kurze Atempause durch die Ferien?


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Frankreich: Kurze Atempause durch die Ferien?

Nach den Krawallen in Frankreich könnten die Herbstferien etwas Ruhe bringen – zumindest von Seiten der Jugendlichen. Zwar blockierten Schüler und Studenten im Kampf gegen die geplante Rentenreform auch an diesem Freitag wieder etliche Schulen und Universitäten. In Grenoble und auf Korsika wurde eine Handvoll Schüler wegen Gewalttätigkeiten bei Protesten festgenommen.
Doch die Randale und das Katz- und Mausspiel mit der Polizei wie in den vergangenen Tagen blieben aus. Und an diesem Samstag fangen die Herbstferien an – da hat mancher etwas anderes vor.

“Zweifellos werden wir während der Ferien Leute verlieren. Aber ich denke, dass wir nach den Ferien viele motivieren können, wieder demonstrieren zu gehen”, erklärt eine Studentin in Paris zuversichtlich.

Die wichtigste Studentenvereinigung rief dennoch Jugendliche und Studenten zu einem landesweiten Aktionstag mit Versammlungen und Sit-ins am kommenden Dienstag auf, um auch in den Ferien Präsenz zu zeigen.

Die Polizei in Lyon blieb nach der Randale der Vortage wachsam. Sie hatte am Donnerstag gut 200 junge mutmaßliche Krawallmacher eingekesselt und daran gehindert, sich einer Gewerkschaftskundgebung anzuschließen. Am heutigen Freitag blieb es ruhig.

Die Gewerkschaften geben ihrerseits den Protest noch lange nicht auf: Sie haben für kommenden Donnerstag den nächsten Aktionstag angekündigt. Bis dahin soll auch das Gesetz zur Rentenreform von beiden Parlamentskammern verabschiedet sein.

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