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Frankreichs Gewerkschaften wollen neue Streiks


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Frankreichs Gewerkschaften wollen neue Streiks

Frankreich kommt im Streit um die Rente mit 62 nicht zur Ruhe. In Paris ging am Abend eine Demonstration friedlich zu Ende. Während es im östlichen Lyon erneut zu Ausschreitungen kam.

Spannungen gibt es auch im französischen Senat. Dort drängt die Regierung mit ihrer Mehrheit auf ein abschließendes Votum an diesem Freitag. Die Opposition wollte aber noch über zahlreiche Änderungsanträgen debattieren.

Am kommenden Mittwoch soll die Reform von beiden Parlamentskammern gemeinsam gebilligt werden. Unabhängig vom Ergebnis riefen die sechs größten Gewerkschaften zu neuen Aktionstagen auf. Am kommenden Donnerstag, den 28. Oktober und am Samstag, den 6. November soll gestreikt und demonstriert werden.

Am Dienstag, dem bisher letzten Aktionstag, war die Beteiligung gegenüber früheren Protesten leicht zurückgegangen. Laut der Polizei waren landesweit knapp eine Million Menschen auf die Straßen gegangen, die Gewerkschaften sprachen von drei Millionen.

Die Gewerkschaften erklärten, die Achtung von Eigentum und Personen sicherzustellen. Seit einer Woche kommt es in Frankreich täglich zu Ausschreitungen im Zusammenhang mit Streiks und Demonstrationen.

Kernstück der Rentenreform ist die schrittweise Anhebung des Rentenmindestalters um zwei Jahre. Auch das reguläre Renteneintrittsalter soll um zwei Jahre von jetzt 65 auf dann 67 Jahre steigen.

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