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Haiti: Nach dem Erdbeben die Cholera

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Haiti: Nach dem Erdbeben die Cholera

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Neun Monate nach dem verheerenden Erdbeben wird Haiti von der Cholera heimgesucht. Die Regierung bestätigte an diesem Freitag den Ausbruch der Epidemie. In nur zwei Tagen starben mindestens 138 Menschen. Mehr als 1.500 Menschen sind erkrankt. Die Behörden vermuten, dass bakterienverseuchtes Wasser aus Latrinen in einen Fluss gelangte.

Ministerpräsident Jean-Max Bellerive erklärte, es sei das erste Mal, dass Haiti Cholera-Fälle verzeichne, deshalb führe sein Land alle nötigen epidemiologischen Studien durch, um herauszufinden, woher die Cholera kommt.

Die meisten Fälle seien im Umfeld des Artibonite-Flusses aufgetreten.

Die bisher am stärksten betroffene Region im Norden der Hauptstadt Port-au-Prince gilt als Kornkammer des Landes, viele Menschen hatten sich nach dem Erdbeben hierher geflüchtet. Die Flüchtlingslager in und um die Hauptstadt blieben bislang von der Cholera verschont.