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Irak: Regierungsbildung zäh, Maliki reist

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Irak: Regierungsbildung zäh, Maliki reist

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Auf seiner Nahost-Freundschaftstour hat der amtierende Ministerpräsident des Irak, Nuri al-Maliki, die Türkei besucht. Er traf Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan.

Wie zuvor in Syrien, Jordanien, in Ägypten und im Iran wurde er herzlich empfangen.

Im Irak herrscht seit den Wahlen im März ein Machtvakuum. Das vor allem von Sunniten unterstützte Parteienbündnis Irakiya des säkularen Politikers Ajad Allawi landete mit einem knappen Vorsprung vor dem Block des schiitischen Ministerpräsidenten Maliki. Seither feilt der an Allianzen, um seine Macht zu erhalten, jetzt auch mit Hilfe der Nachbarstaaten – ein schwieriges Geschäft in dem militärisch besetzten, unruhigen Land mit seinen verfeindeten Sunniten, Schiiten und Kurden.

Am Dienstag war bei einem Bombenanschlag auf den Konvoi des UN-Sonderbeauftragten im Irak ein irakischer Sicherheitsbeamter ums Leben gekommen.

Im August 2003 waren in Bagdad UN-Flüchtlingskommissar Sergio Viera de Mello und 21 UN-Mitarbeiter einem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier zum Opfer gefallen.