Eilmeldung

Eilmeldung

Müllstreit: Hass-Ausbrüche am Fuß des Vesuvs

Sie lesen gerade:

Müllstreit: Hass-Ausbrüche am Fuß des Vesuvs

Schriftgrösse Aa Aa

Am Fuß des Vesuv nehmen die Hass-Ausbrüche kein Ende. Nach einer weiteren Nacht der gewaltsamen Konfrontationen zwischen Sicherheitskräften und Gegner einer Mülldeponie hat Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Rom eine
Krisensitzung einberufen.

Die italienische Regierung hatte beschlossen, im
Vesuv-Nationalpark bei Neapel neben dem 2000-Einwohner-Ort Terzigno eine zweite Mülldeponie wieder in Betrieb zu nehmen.

Im vergangenen Jahr war eine moderne Müllverbrennungsanlage für die Stadt Neapel in Betrieb gegangen – sie reicht nicht aus.

Berlusconi:

“Wir werden der Betreibergesellschaft ASIA mithilfe einer Notverordnung des Präfekten von Neapel das Management der Deponie von Terzigno entziehen. Professionelle Zivilschützer sollen das übernehmen.”

Die Gemeinde Terzigno – 20 Kilometer südlich von Neapel gelegen – solle mit 14 Millionen Euro entschädigt werden.

Seit knapp einer Woche protestiert die Bevölkerung von Terzigno gegen die Inbetriebnahme einer zweiten Deponie neben der, die am Ortsrand bereits existiert. Es könnte eine der größten Müllkippen Europas werden mit drei Millionen Tonnen Kapazität – fürchtet man in der Region.

In den Straßen der Stadt Neapel stinken rund
1400 Tonnen Abfall zum Himmel.

Die Müllkrise schwelt seit Jahren. 2007 und 2008 mussten Polizei und Militär die Müllabfuhr regeln.