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Pentagon zürnt: Tausende Geheimdokumente zum Irak-Krieg aufgetaucht

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Pentagon zürnt: Tausende Geheimdokumente zum Irak-Krieg aufgetaucht

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US-Soldaten beim Einsatz im Irak. Einem gefährlichen Einsatz, der jetzt – glaubt man dem US-Verteidungsministerium – noch gefährlicher geworden ist. Der Grund: Die Internetplattform WikiLeaks ist – sehr zum Unmut des Pentagon – im Besitz von 400 000 geheimen US-Dokumenten zum Irak-Krieg. In ihnen ist von Folter und Kriegsverbrechen zu lesen. Das meldet die britische Tageszeitung “Guardian”.

Und auch andere internationale Medien, etwa der Fernsehsender Al-Jazeera, hätten Einblick in die Papiere gehabt, hieß es. Die Seite Wikileaks hatte schon im Juli dieses Jahres mehr als 90 000 US-Dokumente zum Afghanistan-Krieg öffentlich gemacht. In den neu aufgetauchten Unterlagen steht unter anderem, US-Behörden hätten es unterlassen, Hunderten von Berichten über Verbrechen von irakischen Soldaten und Polizisten nachzugehen.

Auch von amerikanischen Kriegsverbrechen sei die Rede, so der “Guardian”. Das Pentagon ist sauer und fordert WikiLeaks auf, das Material zurückzugeben. Die veröffentlichten Dokumente würden die Streitkräfte gefährden.