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Müll-Streit: Italiens Regierung lenkt ein - doch vergeblich

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Müll-Streit: Italiens Regierung lenkt ein - doch vergeblich

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Die italienische Regierung hat nach den tagelangen Protesten gegen eine neue Mülldeponie bei Neapel eingelenkt: Zivilschutzchef Guido Bertolaso bot den örtlichen Behörden an, das umstrittene Projekt bis auf weiteres auszusetzen. Zudem soll drei Tage lang kein Müll auf die bestehende Deponie in Terzigno bei Neapel abgeladen werden – wenn dafür die Proteste aufhören. Doch die Kommunen verweigerten die Zustimmung, sie fordern mehr rechtlich bindende Zusagen.

Die Demonstrationen in Terzigno gingen in der Nacht und am Morgen weiter. Die Anwohner haben genug: “Wir haben viele Krebsfälle zu beklagen. Und dann dieser eklige Gestank 24 Stunden am Tag”, schimpft eine Frau.

In Neapel türmt sich der Müll weiter in den Straßen. Binnen zehn Tagen will Ministerpräsident Berlusconi das Problem in den Griff bekommen, hat er am Freitag erklärt. Die EU-Kommission droht mit rechtlichen Schritten und Geldbußen, Umweltkommissar Potocnik kritisierte an diesem Samstag, dass Italien seit dem vergleichbaren Problem vor drei Jahren nicht genug zur Lösung getan habe.