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Bischöfe kritisieren Siedlungspolitik - Israel verärgert

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Bischöfe kritisieren Siedlungspolitik - Israel verärgert

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Israel hat am Sonntag Äußerungen katholischer Bischöfe zurückgewiesen, es nutze die biblischen Konzepte des «Gelobten Landes» und des «Auserwählten Volkes» um den Bau von Siedlungen im besetzten Westjordanland zu rechtfertigen. „Zu keinem Zeitpunkt hat die israelische Regierung die Schrift als Rechtfertigung für irgendetwas genutzt. Wenn wir so etwas hören, können wir nur sagen: «Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein»“, erklärte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Jigal Palmor.

„Der Ausdruck «Auserwähltes Volk» wird hier als Vorurteil genutzt. Es hat nichts mit der Siedlungspolitik zu tun. Die Besiedlung Israel beruhte von Anfang an auf dem genauen Gegenteil, nämlich dass wir, wie jedes andere Volk das Recht besitzen, in unserem Land zu sein“, beschwert sich Rabbi Menschem Frumann, einer der Gründer der Siedlerbewegung «Gusch Emunim» (‏גוש אמונים‎; «Block der Getreuen»).

Auf der Synode der katholischen Kirchen des Nahen und Mittleren Ostens in Rom hatten einige Bischöfe Israels Anspruch auf das „biblische Land“ als „gewaltfördernde, tendenziöse Auslegung einzelner Bibelverse“ bezeichnet. Im Abschlusskommuniqué hatte es allerdings nur gehießen „die Bibel dürfe nicht dazu benutzt werden, Ungerechtigkeiten zu rechtfertigen”.