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EU will Gesetzgebung zu Internet-Glücksspielen harmonisieren

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EU will Gesetzgebung zu Internet-Glücksspielen harmonisieren

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Die EU bemüht sich um die Liberalisierung des Marktes für Glücksspiele und um den Schutz der Verbraucher. Welche Regeln sollen angesichts der immer zahlreicher werdenden Online-Angebote gelten? Weil Glücksspiele dem Zufall und dem Irationalen verpflichtet sind, wurden sie immer wieder verboten. Das Internet aber hat die Voraussetzungen radikal verändert: Glücksspielen sind keine Grenzen mehr gesetzt, sie sind jederzeit und für alle zugänglich. Norbert Teufelberger, Chef des Europäischen Verbands der Wett- und Glücksspielfirmen und Co-Direktor von bwin sagt: “Traditionell befanden sich Glücksspiele in Europa über Jahre hinweg in der Hand von Staatsunternehmen, für die nationale Grenzen galten. Dadurch dass Glücksspiele im Internet angeboten werden, fallen diese Grenzen weg, was einen Eingriff erschwert.”

2008 betrug der Umsatz mit Online-Spielen mehr als sechs Milliarden Euro, das waren 7,5 Prozent des Umsatzes, der in der gesamten EU mit Spielen und Wetten gemacht wird. Der Appetit der Staats- wie der Privatunternehmen ist größer geworden. Nach Ansicht des Binnenmarkt-Kommissars Michel Barnier sollte die Gesetzgebung harmonisiert werden, nachdem die Mitgliedsstaaten 2006 entschieden hatten, Glücksspiele von der Dienstleistungs-Richtlinie auszunehmen. “Ich will der Kommission so schnell wie möglich einen Text vorlegen, der eine Reihe von Fragen stellt. Auch werde ich die Veröffentlichung eines Grün-Buchs zu diesem Thema und Beratungen vorschlagen.” Im Mittelpunkt werden dabei der Kampf gegen illegale Betreiber, Abhängigkeit und Verschuldung stehen. Barnier will auch Geldwäsche und Steuerflucht zu Themen machen. Die Branche selbst hat die legalen Anbieter aufgefordert, die Charta des verantwortungsvollen Umgangs mit dem Spiel zu unterzeichnen. Mehr dazu im Internet bei europedirect oder in einem EU-Infobüro.