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Guantanamos "Kindersoldat" bekennt sich schuldig

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Guantanamos "Kindersoldat" bekennt sich schuldig

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Der als “Kindersoldat” von Guantanamo bekannt gewordene Kanadier Omar Khadr hat sich überraschend vor einem Militärsondergericht schuldig bekannt. Im Gegenzug hatten seine Verteidiger mit dem Gericht ausgehandelt, dass Khadr nach einem Jahr in seine Heimat Kanada zurückkehren und dort den Rest der Strafe verbüßen kann. Die Höhe des ausgehandelten Strafmaßes wurde nicht bekannt, laut Medienberichten können es acht Jahre sein. Diesen Dienstag soll eine Militärjury ihrerseits ein Straßmaß festlegen, ohne das ausgehandelte Strafmaß zu kennen. Am Ende soll dann das kürzere der beiden für Khadr angewandt werden.

Der heute 24-Jährige bekannte sich unter anderem der Al-Kaida-Mitgliedschaft und des Mordes an einem US-Soldaten schuldig.

Omar Khadr war mit 15 Jahren in Afganistan gefangen genommen worden und als jüngster Häftling in Guantanamo interniert worden. Der Fall hatte viele Menschenrechtsorganisationen auf den Plan gebracht. Umstritten war auch, ob seine Aussagen vor Gericht verwendet werden können, da sie zum Teil unter Androhung von Folter gemacht worden sein sollen.

Das Bild, das Khadrs Anwalt von ihm zeichnet: “Ich habe nie jemanden getroffen, der so sehr gelitten hat, der von so vielen Menschen hängen gelassen wurde. Und dennoch habe ich nie ein böses Wort aus seinem Mund gehört. Er ist ein liebevoller, freundlicher Mensch – einerlei, was irgendwelche Zeugen der Anklage Ihnen erzählen wollen.”