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Müllkrise in Marseille und Paris

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Müllkrise in Marseille und Paris

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In Marseille stinkt es zum Himmel. Seit dem 11. Oktober streiken in der südfranzösischen Hafenstadt die Müllmänner gegen die Rentenreform der Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy. Fast 10.000 Tonnen Müll haben sich seitdem auf den Straßen angesammelt, erst an diesem Montag kündigte die Gewerkschaft “Force Ouvrière” an, den Streik aus Gründen der Sicherheit und Hygiene aussetzen zu wollen. Auch in Teilen von Paris gibt es inzwischen Probleme: Im Müllsammelzentrum Sytcom wird der Abfall aus 10 der 16 Arrondissements der Hauptstadt gesammelt, dazu kommen 14 Städte in der umliegenden Region – insgesamt der Müll von 1,3 Nillionen Menschen.
“Wenn wir an den Punkt gelangen, an dem Paris wie Marseille im Müll erstickt, dann könnte sich die Situation ändern, denn Paris ist das Schaufenster Frankreichs”, sagt einer der Streikenden. Bei Paris wollen die streikenden Müllmänner indes noch nicht aufgeben. Die Bevölkerung steht hinter ihnen und versorgt sie sogar mit Lebensmitteln. Mehr als 20 Müllwagen konnten heute nicht entladen werden, inzwischen haben sich auch hier 8000 Tonnen Müll angesammelt.