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Obamas Wahlkampf um seine Mehrheit im Kongress

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Obamas Wahlkampf um seine Mehrheit im Kongress

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Die Krise hat auch Amerikas Glücksspielmetropole Las Vegas mit voller Wucht erwischt.
Die Leute haben weniger Geld zu verspielen.
Folglich trifft es die Wirtschaft im Bundesstaat Nevada, dessen wichtigster Wirtschaftszweig das Glücksspiel ist, besonders hart
Gegenüber 2008 haben Spieler rund 19 Prozent weniger Geld in der Hauptsstadt des Vergnügens gelassen. Und das sind die Folgen: Immobilien verlieren an Wert. “Bank Owned”, “gehört der Bank”, steht an immer mehr Häusern.

Die Arbeitslosenrate ist im Bundesstaat Nevada mit 14,7 Prozent gut ein Drittel höher als im Bundesdurchschnitt 9,6 %. Ähnlich verhält es sich mit dem Anteil jener Kreditnehmer, die ihre zu Hauserwerb aufgenommenen Kredite nicht mehr bedienen können. 23,6 % in Nevada, 14 % im Bundesdurchschnitt.
Für Präsident Obama hat Nevada eine besondere Bedeutung. Von hier kommt der Chef der gegenwärtig noch demokratischen Mehrheit im Senat, Harry Reid. Um dessen Wiederwahl muss sich der Präsident sorgen wie um seine Mehrheit im Kongress überhaupt. Also macht er Wahlkampf für Reid mit den Worten: “Wenn ich in der Lage sein soll, den Familien der Mittelklasse zu helfen, ihren Traum zu leben, dann brauche ich im Senat einen Partner namens Harry Reid.”
Der hatte in der Senatsdebatte um des Präsidenten wichtigstes Projekt, die Gesundheitsversorgung für alle Amerikaner, gesagt: “ Jemandem ein Leben in Gesundheit zu ermöglichen, das hat weder mit Parteipolitik noch mit Vetternwirtschaft oder Wahlkampf zu tun, da geht es um menschen.
Es geht um Leben und Tod in Amerika. Es ist ist eine Frage von Moral, von richtig oder falsch.”

Und genau diesen Mann wollen nun die Radikalkonservativen um die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin zu Fall bringen. Palin wirft dem politischen Gegner vor, er habe die Grundlagen der Wirtschaft erschüttert, Wörtlich: “Das sind aufgezwungen Programme der sozialistischen Art. Dabei wird der kleine Mann beiseitegestoßen. Sie, Mr. Reid, haben unsere Wirtschaft erschüttert und deshalb sagen wir ihnen, wir arbeiten nicht mehr für Sie, genießen Sie ihren Ruhestand. “