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Proteste in Frankreich gehen weiter

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Proteste in Frankreich gehen weiter

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In Frankreich gehen die Proteste gegen die Rentenreform der Regierung weiter. In Fos-sur-Mer bei Marseille haben Demonstranten ihre Blockade des Hafens und eines Treibstoffdepots aufgehoben, die Tankwagen können wieder verkehren. In der Drome räumte die Polizei zwei Treibstoffdepots, auch bei Granduits in der Region Paris fahren wieder Tankwagen. Der Streik in den Raffinerien geht allerdings weiter.

Der endgültige Gesetzestext für die Rentenreform wurde heute von einem Vermittlungsausschuss von Nationalversammlung und Senat formuliert. Er wird den Parlamentariern voraussichtlich morgen im Senat und Mittwoch in der Nationalversammlung zur endgültigen Verabschiedung vorgelegt.

Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Soziales, Pierre Mehaignerie, sagte, angesichts einer steigenden Lebenserwartung habe es keine andere Lösung gegeben, nach seiner Ansicht habe man einen Kompromiss gefunden.

Unterdessen gab es an jeder dritten Tankstelle wegen der Arbeitsniederlegungen in der Ölindustrie Engpässe oder gar keinen Treibstoff mehr. Auch Zugverbindungen fielen wieder aus. Die Regierung in Paris schätzt, dass der wirtschaftliche Schaden durch die Proteste mittlerweile in die Milliarden geht.