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Der vom Stottern befreite britische König im Film


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Der vom Stottern befreite britische König im Film

Der britische König George VI verkündet 1945 das siegreiche Ende des Krieges in Europa. Dass er die Rede halten kann, verdankt er einem Sprechtherapeuten, der ihm half, sein Stottern zu überwinden: Thema eines Films von Tom Hooper, der beim diesjährigen Londoner Filmfestival gezeigt wurde.
Der künftige König, als Prinz noch Albert genannt, mochte keine öffentlichen Auftritte. 1936 bestieg er widerwillig den Thron, als sein Bruder Edward abdankte – wegen der Heirat mit einer geschiedenen Amerikanerin.
Im Film spielt Colin Firth den Monarchen, Geoffrey Rush den Logopäden.
Firth sagte zu seiner Rolle: “Was mich am meisten interessiert hat, ist, wie man zeigen kann, wie es sich anfühlt, wenn man stottert, – dem Publikum diese Erfahrung nahezubringen: Wie es ist, wenn man versucht, aus dieser furchtbaren Lähmung herauszukommen.”
Rush zeigte sich von Firths Leistung beeindruckt:
“In manchen Szenen sitzen wir uns gegenüber mit zehn Seiten Dialog. Und in gewisser Weise war ich sowohl Schauspieler als auch Zuschauer. Ich beobachtete, wie er bemüht war, besser zu stottern, sein Stottern zu verfeinern. Und ich habe dabei nie eine Art Technik gesehen, einen technischen Ansatz, um einen stotternden Mann darzustellen, sondern ich habe immer einen Mann gesehen, der wirklich etwas sagen will, der das aber nicht herausbringen kann.”
In dem Film “The King’s Speech” spielt Helena Bonham Carter Königin Elisabeth (die Mutter der heutigen Königin), und Guy Pearce ist Edward VIII, der Bruder des Königs.
Kinostart in Europa ist ab Dezember.

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