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Kunst der australischen Ureinwohner

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Kunst der australischen Ureinwohner

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Anfang des vorigen Jahrhunderts suchten Europäer einen Weg, um Viehherden durch das riesige Hinterland von West-Australien zu treiben. Damals wurde die “Canning Stock Route” festgelegt.
Der Weg führt mitten durch die Wüste. Doch das anscheinend leere Gebiet ist reich an Spuren der noch älteren Geschichte der Aborigines, der Ureinwohner Australiens. Als die Europäer kamen, lebten die Aborigines hier schon seit zehntausenden Jahren. Ihre Sicht des Herdenwegs ist Gegenstand einer neuen Ausstellung des australischen Nationalmuseums in Canberra:
‘Yiwarra Kuju: The Canning Stock Route’.
Andrew Sayers, Direktor des Museums, sagt: “Was den europäischen Landvermessern und Entdeckern als eine ziemlich verlassene und leere Gegend erschien, ist eine unglaublich reichhaltige Landschaft mit bedeutsamen Orten, mit Biographien und Familienverbindungen.”
Die 127 Ausstellungsstücke wurde von Künstlern und Ältesten der Aborigines hergestellt – in einem vierjährigen Projekt.
Auf der Canning Stock Route waren die Viehtreiber mit ihren Herden in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts unterwegs. Der Küstler Mervyn Street hörte Erzählungen aus jener Zeit von alten Menschen, als er selbst als Viehtreiber arbeitete:
“Ich zeichne gern, und ich beschäftige mich gern mit Geschichte. Und ich arbeite immer ein wenig in Schulen, mache Ausflüge mit Kindern und erzähle Geschichten.”
Diese Sammlung farbenfroher und vielseitiger Kunst Australiens zeigt, das in der dürren Wüstenlandschaft eine reichhaltige Kultur blüht, auch weiterhin. ‘Yiwarra Kuju: The Canning Stock Route’ ist zu sehen im Nationalmuseum Australiens bis Ende Januar.

http://www.nma.gov.au