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Mehr als 110 Tote nach Tsunami in Indonesien

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Mehr als 110 Tote nach Tsunami in Indonesien

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In Indonesien sind bei einem starken Erdbeben mit Tsunami mehr als 110 Menschen ums Leben gekommen, etwa 150 weitere wurden am Dienstag, rund 24 Stunden nach dem Erdstoß auf den Mentawai-Inseln vor Sumatra, noch vermisst. Das teilte das Krisenzentrum im Gesundheitsministerium mit. Das Beben der Stärke 7,2 – nach US-Angaben sogar 7,5 – löste auf der abgelegenen Inselkette einen begrenzten Tsunami mit gut drei Meter hohen Wellen aus. Zehn Dörfer auf den Inseln wurden teilweise zerstört. Mancherorts drangen die Wellen bis zu 600 Meter tief ins Land vor. Etwa 650 Familien verloren ihre Bleibe. Im Jahr 2004 waren bei einem Tsunami in der Region 230.000 Menschen getötet worden. Die Behörden hatten gestern kurzzeitig eine Tsunamiwarnung verhängt, gingen dann aber davon aus, dass das Beben unter dem Meeresboden keine Flutwellen auslöste. Das Epizentrum des Bebens lag rund 280 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Padang auf Sumatra. Dort hatte ein Beben im vergangenen Jahr rund 1100 Menschenleben gefordert. Dieses Mal blieb die Großstadt verschont.