Eilmeldung

Eilmeldung

Tote nach Vulkanausbruch auf Java

Sie lesen gerade:

Tote nach Vulkanausbruch auf Java

Schriftgrösse Aa Aa

Beim Ausbruch des Vulkans Merapi sind auf der indonesischen Insel Java mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.

13 Menschen hätten sich Brandverletzungen zugezogen und müssten behandelt werden, hieß es weiter. Einer von ihnen sei schwer verletzt, der Zustand kritisch.

Die 15 Leichen wurden nach Angaben eines lokalen
Fernsehsenders verkohlt am Fuße des Berges entdeckt. Außerdem starb ein drei Monate altes Baby im Ascheregen, weil es giftige Partikel einatmete.

Innerhalb weniger Stunden hatten Vulkanologen knapp 140 Eruptionen im Krater registriert. Lava floss und heiße Asche flog umher, daher wurden die ersten Anwohner in Sicherheit gebracht: Für 300 Kinder und ältere Menschen richteten die Behörden Notunterkünfte ein.

Der fast 3000 Meter hohe Merapi (auf deutsch “Feuerberg”) ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Im Umkreis wohnen mehr als drei Millionen Menschen, 40.000 davon an den Hängen des Vulkans. Eine alte Frau berichtet: “Ich war grad am Saubermachen, als ich den Lärm hörte. Dann kamen viele Fahrzeuge vorbei und ich wurde von einem der Autos bis hier mitgenommen.”

Schon seit Tagen beobachten die Vulkanologen, wie das Magma im Krater immer höher steigt und sich die Hänge ausdehnen.

Der jüngste Ausbruch 2006 hatte Gerölllawinen ausgelöst und zwei Menschen getötet. Bei dem Ausbruch 1994 waren 66 Menschen umgekommen.
Die verheerendste Eruption der jüngeren Geschichte hatte sich 1930 ereignet: Damals wurden 13 Dörfer vernichtet, 1370 Menschen starben.