Eilmeldung

Eilmeldung

Indonesien: Mirapi fordert weitere Opfer

Sie lesen gerade:

Indonesien: Mirapi fordert weitere Opfer

Schriftgrösse Aa Aa

Der Mirapi, die zweite Naturkatastrophe, die Indonesien derzeit in Atem hält, er ruht nur kurz. Experten befürchten, dass der Ausbruch des Vulkans sich über Wochen, wenn nicht Monate erstreckt. Bislang kostete er rund 30 Menschen das Leben. Die meisten erstickten an tödlichen Gasen. Denn im Inneren des Vulkans stauen sich Lava, Geröll, Gas und Staub zu einer brodelnden Gefahr. Wenn der Lavadom aufbricht, entweicht diese heiße, schnelle Mischung.

In den Dörfern an den Hängen suchten Retter in zum Teil eingestürzten Häusern nach Überlebenden. Unter den Toten soll auch der spirituelle Hüter des Berges sein. Augenzeugen zufolge war er beim Beten, als sein Haus einstürzte.

Mehr als ein Dutzend Verletzte betreuen die Ärzte in Yogyakarta, viele mit schweren Verbrennungen. Die Zahl der Opfer kann weiter steigen. “Zwölf Patienten haben wir versorgt, aber zwei Menschen sind gestorben”, berichtet ein Arzt, “die verbleibenden zehn werden weiter betreut, aber ihr Zustand ist kritisch, sie alle haben Verbrennungen von mehr als 40 Prozent.”

In Yogyakarta suchen Menschen die Namen ihrer Angehörigen auf Listen. Dass es nicht mehr Opfer sind, liegt auch an der massiven Evakuierungswelle. 40 000 Menschen sind von den Hängen des knapp drei Kilometer hohen Vulkans in Sicherheit gebracht worden.

Der auf Indonesisch “Feuerberg” genannte Merapi gehört zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt. Er brach zuletzt vor vier Jahren aus. Die letzte größere Katastrophe liegt 16 Jahre zurück.