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Obamas Mühen mit seiner "Wähler-Armee"

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Obamas Mühen mit seiner "Wähler-Armee"

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Die Stimmung ist gereizt, der Ton aggressiv.

Die “Yes-we-can”-Euphorie – verflogen.

Bei der Kongresswahl am 2. November könnten viele aus “Obamas Armee” zuhause bleiben – junge Leute, Latinos, Afroamerikaner, Immigranten.

Nicht selten wird der Wahlkampf zur Schlammschlacht – mit rassistischen Untertönen.

Das nervt schon jetzt viele Wähler, Beispiel Kalifornien, Orange County. Dicht besiedelt, in den 90ern pleite. Hier kämpfen die Latina Loretta Sanchez, Demokratin, und Van Tran, Republikaner mit vietnamesischen Wurzeln, um einen Sitz im Kongress – mit allen Mitteln.

“Die Kandidaten laden so viel in deiner Mailbox ab von der Art “das hat er gesagt” und “das hat sie gesagt”, “so der Wähler Anthony Revollar – auf spanisch, wie jeder fünfte Kalifornier, “immer diese schmutzige Wäsche. So mag ich nicht wählen. Lieber sauber und konzentriert auf die Themen, die uns Latinos interessieren. “

Er verstehe mehr von den Mühen der Integration als seine Konkurrentin, sagt zum Beispiel Van Tran, schließlich sei seine Familie mit der ersten Vietnamesen-Welle ins Land gekommen.

“Ich war dreimal in Vietnam,” keilt die zurück. “Er kein einziges Mal.”

Konjunktur-Programm, Gesundheitsreform, Truppenabzug im Irak – US-Präsident Barack Obama tritt nicht mit leeren Händen an. Doch
vor Wahlen fragt sich der Amerikaner gern: Geht es mir heute besser als vorher ? Bei einer Arbeitslosigkeit von fast 10 Prozent ist die Antwort für viele: Nein.

Fast 15 Millionen US-Amerikaner sind arbeitslos. 44 Millionen Bürger leben unter der Armutsgrenze, ein Drittel aller Kinder aus Latino-Familien und mehr als ein Drittel aller afroamerikanischen Kinder.

Am 2. November werden alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben. Die Demokraten und Präsident Barack Obama laufen dabei Gefahr, in beiden Häusern des Kongresses ihre Mehrheit zu verlieren.